How to be Good



Alter erzählt Geschichten

Auf der Suche nach einem möglichst geistreichen (natürlich) Zitat für den Header bin ich über folgendes gestolpert:

Leben bedeutet Veränderung
Zeit hinterlässt Spuren
Alter erzählt Geschichten

Sehr, sehr gut, wie ich finde. Vielleicht nicht perfekt, vielleicht nicht 100 Prozent “ich”, aber ich mag es. Denn dass Zeit Spuren hinterlässt weiß ich, kann es aber nicht akzeptieren. Im Moment nicht. Um ehrlich zu sein: Veränderung macht mir oft panische Angst. Ohne dass ich den Grund dafür benennen könnte, es ist eben leider so. Aber inzwischen weiß ich, dass ich nach ein paar Tagen das Gute an der neuen Situation sehen kann. Neue Arbeitskollegen fressen mich nicht. Ich versage nicht automatisch auf ganzer Linie, nur weil ich etwas neues mache. Niemand hasst mich plötzlich, nur weil ich in einen anderen Ort ziehe.

Aber “Alter erzählt Geschichten”, das gefällt mir. Ich will im Alter Geschichten erzählen können. Will meinen Enkeln davon berichten, wie ihre verrückte Oma mit Mitte zwanzig (die Teenagerjahre habe ich ja leider verpasst) von einer seltsamen Situation in die nächste gestolpert ist, welche Länder ich bereist habe, welche  Menschen ich kennenlernen durfte. Im Moment gähnt leider dort noch etwas Leere. Erst in den letzten Monaten habe ich das Gefühl, etwas getan zu haben, das andere vielleicht nicht genauso erlebt haben.

Aus diesem und aus anderen Gründen bediene ich mich bei Nick Hornby: How to be good? Aber es soll nicht um die globale Errettung der Welt gehen, sondern um mein eigenes kleines Epizentrum: Wie werde ich der Mensch, der ich sein will?


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